Homöopathische Mittel

Globuli in Fläschchen, welche in einem alten homöopathischen Arzneikoffer liegen.

Was für Darreichungsformen homöopathischer Mittel gibt es?

Globuli

Was sind Globuli?

Globuli (Streukügelchen) oder Tabletten werden, ebenso wie alkoholische Lösungen (Dilutionen), als Arzneimittelträgerstoffe für homöopathische Substanzen genutzt. Globuli bestehen meist aus Saccharose (Rohrzucker, laktosefrei), Tabletten oft aus Milchzucker.

Globuli sind im Gegensatz zu anderen Arzneimitteln oft viel preiswerter und gut verträglich. Deshalb sind sie in Ländern mit hoher Armut oft Volksmedizin, wie zum Beispiel in Indien. Ebenso wie für schulmedizinische Medikamente gilt für homöopathische Arzneien, dass nur ein sorgsamer und verantwortungsvoller Umgang damit zu Heilerfolgen führt. Gute Kenntnisse der Arzneimitteleigenschaften und der Anwendungsgebiete sind notwendige Voraussetzungen, um homöopathische Globuli sinnvoll anwenden zu können.

Welche Globuli gehören in eine Hausapotheke?

Es ist ratsam eine homöopathische Hausapotheke zu besitzen, in der sich Arzneimittel befinden, die in Notfallsituationen oder bei akuten Beschwerden eingesetzt werden können. In einem persönlichen Gespräch stelle ich gern eine homöopathische Hausapotheke mit Ihnen zusammen. Dabei erkläre ich Ihnen oft gebrauchte Mittel, ihren Einsatz und die Wahl der richtigen Potenz.

Die häufigsten Mittel in einer homöopatischen Hausapotheke:
Aconitum napellus

Weiße, längliche und ungeöffnete Blüten von Bärlauch im Plänterwald.Nie fehlen sollte Aconitum napellus (Echter Sturmhut, Blauer Eisenhut). Richtig eingesetzt hilft es bei Zuständen mit großer Ängstlichkeit oder bei plötzlich einsetzenden Beschwerden mit Fieber und Frost. Auch hier sollte die Einnahme für Patienten ohne homöopathische Kenntnisse nur in Absprache mit einem Homöopathen erfolgen.

Arnica montana

Ein weiteres Notfallmittel ist Arnica montana (Bergwohlverleih). Das Einsatzgebiet reicht von Hämatomen, über Zahnresektionen sowie Operations- und Unfallfolgen, wie Quetschungen und Prellungen. Nach Absprache mit dem Heilpraktiker oder Arzt kann der Patient bei richtiger Einnahme schnell Linderung finden.

Belladonna

Belladonna (Tollkirsche) ist ein wirksames Kindermittel. Heftiges Auftreten der Beschwerden ohne Durst oder Angst mit plötzlichem Beginn kennzeichnen dieses Nachtschattengewächs, dessen frische Pflanze bei beginnender Blüte die Grundlage der homöopathischen Arzneimittel ist.

Cantharis

Cantharis heilt brennende Beschwerden im Urogeniatalbereich und ist ebenso nützlich bei anderen brennenden und Blasen bildenden Symptomen.

Chamomilla

Wenn Kinder zahnen gilt Chamomilla (Echte Kamille) oft als das Mittel der ersten Wahl. Bei quengeligen, unruhigen und reizbaren Kindern, die durch nichts zufrieden zu stellen sind, lindert Chamomilla oft schnell die Zahnungsqual.

Echinacea purpurea

Echinacea purpurea (Purpur-Sonnenhut, Roter Scheinsonnenhut) gilt als wirksame Hilfe zur Stimulation des Immunsystems.

Euphrasia officinalis

Eine Sumpfdotterblume die neben dem Teich im Treptower Park wächst.Euphrasia officinalis (Augentrost) hilft bei Entzündungen der Augenbindehäute mit viel Tränenfluss. Es heilt brennende, gereizte oder eiternde Augen. Auch hier hilft das Mittel nur bei den für Euphrasia typischen Symptomen.

Hamamelis virginiana

Mit Hamamelis virginiana steht ein Blutungs- und Gefäßmittel zur Verfügung. Diese effektive Arznei wird aus der frischen Rinde der Zweige und Wurzeln der
virginischen Zaubernuss gewonnen.

Ledum palustre

Ledum palustre (Sumpfporst) gehört in jede Hausapotheke. Es wirkt bei Tierbissen und Insektenstichen, besonders, wenn Kälte in der verletzten Partie auftritt.

Nux vomica

Ein weiteres Hausapothekenmittel heißt Nux vomica. Die getrockneten Samen des Brechnußbaumes werden, homöopathisch verarbeitet, als Mittel gegen vielerlei Beschwerden des Bewegungsapparates sowie des Magen- Darm-Traktes reizbarer Menschen angewandt. Richtig eingesetzt kann Nux vomica überraschend schnell und dauerhaft helfen.

Andere Arzneimittel können aber ebenso indiziert sein und so sollte die Anwendung durch einen Homöopathen begleitet werden. Eine Anwendung ohne genaue Kenntnisse der Arzneien führt oft zu Enttäuschung über die Homöopathie und deren Wirksamkeit.

Komplexmittel

Was ist ein Komplexmittel?

Komplexmittel enthalten mehrere Einzelmittel gemischt, die ein ähnliches Behandlungsspektrum umfassen. Sie werden in niedrigen Potenzen verabreicht. Es gibt Komplexmittel zum Thema Zahnung, Magen- Darm-Probleme, Erkältungskrankheiten oder Periodenbeschwerden.

In der klassischen Homöopathie wird für jeden Patienten ein individuelles homöopathisches Mittel verabreicht, das den jeweiligen aktuellen und chronischen Symptomen des Patienten entspricht. Dabei werden Symptome genau beobachtet und eventuell folgen weitere Einzelmittel.


Einnahme Homöopathie Mittel

Was muss ich über die Einnahme homöopathischer Arzneimittel wissen?

  1. Homöopathische Arzneien gibt es in verschiedenen Darreichungsformen.
  2. Bitte vermeiden Sie während der Einnahme homöopathischer Arzneimittel Menthol, Pfefferminze, Kaffee und andere koffeinhaltige Getränke.
  3. Die genaue Anweisung, wie die verordneten Arzneien einzunehmen sind, erhalten Sie in der Naturheilpraxis.

Was ist ein Placebo?

Ein Tropfen im Zentrum eines Blattes von einer jungen Pflanze die in der Hasenheide wächst.
  • Ein Placebo ist ein Arzneimittel, das keinen Arzneiwirkstoff enthält. Im Gegensatz dazu werden homöopathische Globuli mit flüssigen homöopathischen Arzneien getränkt, die je nach Substanz für verschiedene Beschwerden und Symptome geeignet sind.
  • Placebos werden zum Beispiel bei klinischen Tests eingesetzt, um einen Vergleich zur Wirksamkeit des Prüfpräparates ziehen zu können.
  • Placeboeffekte sind alle psychischen und körperlichen Reaktionen, die nicht auf die Wirksamkeit einer Behandlung oder Therapie zurückzuführen sind.

Was ist eine Erstverschlimmerung?

  • Im Verlauf einer homöopathischen Behandlung kann es bei der Einnahme eines Mittels in den ersten Stunden zu einer leichten Verstärkung der vorhandenen Symptome kommen. Die Ursache liegt im Prinzip der Homöopathie. Durch die Behandlung mit einer den Symptomen ähnlichen Arznei wird eine Kunstkrankheit erzeugt, die die vorhandene Krankheit überlagert und auslöscht.
  • Wenn es also bei der Einnahme eines homöopathischen Arzneimittels zu einer Erstverschlimmerung kommt, ist das ein Zeichen für die Wirksamkeit der Behandlung.
  • Durch die richtige Wahl einer dem gesundheitlichen Zustand des Patienten entsprechenden Potenz kann der Behandler die Erstverschlimmerung verhindern oder lindern.

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